Mit dem fesselnden Finale der vierten Staffel beweist Slow Horses erneut, warum die Adaption von Mick Herrons Spionageromanen derzeit zur absoluten Spitze des Genres zählt.

Im Zentrum steht die Konfrontation zwischen River Cartwright (Jack Lowden) und Frank Harkness (Hugo Weaving), dem skrupellosen Söldnerführer und leiblichen Vater, dessen Schatten die gesamte Staffel geprägt hat. Während Harkness versucht, seine Dossiers gegen Straffreiheit im Hauptquartier des MI5 einzutauschen, setzt Jackson Lamb (Gary Oldman) im Hintergrund seine ganz eigene, unkonventionelle Taktik durch.

Lamb demonstriert einmal mehr, dass seine nachlässige Fassade und der schmuddelige Trenchcoat lediglich Tarnung für einen messerscharfen Verstand sind. Mit kalkulierter Bosheit sorgt er dafür, dass Harkness' Rückversicherung in Rauch aufgeht.

Gleichzeitig verhandelt die Staffel das schmerzhafte Altern von Rivers Großvater David Cartwright (Jonathan Pryce), dessen einsetzende Demenz alte Geheimnisse aus Zeiten des Kalten Krieges an die Oberfläche spült. Ein britisches Meisterstück voll lakonischem Humor und finsterer Melancholie.